Geld regiert die Welt – der Wähler, ein zahnloser Tiger.

Was läuft da schief, wenn die Wähler in unserer Demokratie dem Anschein nach keinen Einfluss mehr auf die Politik und ihre Volksvertreter haben?

  • Es gibt Steuergeschenke für Großunternehmen, die kurz mal Ihren steuerlichen Sitz in ein anders Land verlegen. Wettbewerb zwischen den Staaten der EU um niedrige Steuern? Könnten hier nicht gerade „Wettbewerbsabsprachen“ allen Staaten gut tun?
  • Es soll Lobbyisten der freien Wirtschaft geben, die an Gesetzestexten arbeiten. Wird hier nicht der Bock zum Gärtner gemacht?
  • Manches wird so dargestellt, wie man es sich den wünscht, so hätte einst Griechenland die Konvergenzkriterien zum Beitritt in die EU erfüllt?
  • Sehen wir heute ernsthaft einen Weg, wie Griechenland wieder auf die Beine kommt, durch Sparen und den Verkauf von „Tafelsilber“ an ausländische Konzerne?
  • Es gab den Banken-Crash, die sogenannten systemrelevanten Banken mussten mit öffentlichen Mitteln gerettet werden. Das ging so schnell von statten, wie nichts zuvor. Ist es nun ausgeschlossen, dass so etwas noch einmal passiert?
  • Es werden Nebelkerzen angezündet, alles empört sich über TTIP, dabei rutscht CETA so durch.
  • Es scheint, einige Politiker passen sich dem an, was Sie wohl sein möchten. Sie wollen Manager sein. Sie tragen Maßanzüge von Edel-Designern und lassen sich in Luxus-Limousinen chauffieren. Es scheint, sie werden von den Lobbyisten angezogen wie Motten durch das Licht. Genau hier möchten wir in dieser Satire ansetzen.

Nach der Agenda 2010, Hartz IV und dem Renten-Riester-Flop wird nun dem Anschein nach auch noch CETA und TTIP durchgepeitscht? Ich betrachte das als einen Angriff auf unser Rechte- und Wertesystem. Es scheint wohl so zu sein: “Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen”. Gustav von Rochow, (1792 – 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister.

Aus diesem Grunde möchten wir in dieser Satire die Lobbyisten sein, die für uns und unsere Bürger die erforderlichen Gesetze kaufen.

Joachim Zebulka

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